
Aus Müll wird Energie – garantiert umweltschonend!
Vorbildliches Engagement für unsere Umwelt im Zweckverband Nordwest-Oberfranken.
Der im Jahre 1974 gegründete Zweckverband für Abfallwirtschaft in Nordwest-Oberfranken, kurz ZAW, ist zuständig für die umweltschonende Entsorgung und effektive Verwertung der in der Region Coburg, Kronach und Lichtenfels anfallenden Abfälle von mehr als 280.000 Einwohnern.
Kernstück der Abfallentsorgung für die Region ist das 1989 in Betrieb genommene Müllheizkraftwerk in Coburg-Neuses, wodurch das veraltete Kohlekraftwerk der Stadt Coburg ersetzt wurde. Insgesamt werden hier jährlich rund 120.000 Tonnen Abfälle verbrannt, woraus dabei Strom und Fernwärme gewonnen werden. Ergänzt wird das MHKW von zwei angeschlossenen Umladestationen und einer Deponie, die für nicht brennbare Abfälle, aber auch als Not- und Ausfalldeponie für brennbare Abfälle genutzt werden kann.
Im MHKW Coburg werden der gesamte Haus- und Sperrmüll sowie der hausmüllähnliche Gewerbemüll und Teilmengen von Klärschlamm aus dem Verbandsgebiet verbrannt. Die thermische Verwertung und Beseitigung des Restmülls erfolgt dabei auf einem hohen technischen Niveau und ist derzeit die umweltverträglichste Art der Abfallentsorgung. So unterschreitet das MHKW bereits seit 1995 deutlich die Emissionswerte nach der 17. Bundesimmissionsschutzverordnung und ist somit ein gutes Beispiel für die ökonomische wie ökologische Abfallentsorgung in Deutschland.
Die freien Kapazitäten, die die Anlage besitzt machen es sogar möglich, dass der Müll von weiteren 200.000 Einwohnern zur umweltschonenden Energie- und Fernwärmegewinnung entsorgt werden kann. Als weiterer Beitrag zum Umweltschutz wird circa die Hälfte des Abfalls per Bahn über Umladestationen angeliefert. Das Ergebnis ist eine optimale Energiegewinnung bei bestmöglicher Effizienz in Form von Strom für derzeit über 10.000 Haushalte und Fernwärme für mehr als 2.500 Haushalte in der Region Nordwest-Oberfranken.
Durch die energetische Nutzung des anfallenden Restabfalls können enorme Mengen fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas in unserer Region eingespart werden. So konnte der Zweckverband zum Beispiel im Jahr 2006 mit 38 Millionen Kilowattstunden gelieferten Stroms – fast 20 Prozent mehr als im Vorjahr - nicht zuletzt einen guten Beitrag zum Umweltschutz leisten. Selbst die Schlacke, also die Verbrennungsrückstände, können weiter verwertet werden. Das aussortierte Metall wird der Wiederverwertung zugeführt und die anfallende Schlacke findet als Baustoff seine weitere Verwendung.
Zweckverband für Abfallwirtschaft in Nordwest-Oberfranken – „für uns ist Abfall mehr, als einfach nur Müll.“
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